Die im Rahmen des von Prof. Dr. Jens Schröter und Prof. Dr. Lorenz Engell geleiteten DFG-Forschungsprojekts "Die Fersehserie als Reflexion und Projektion des Wandels" entstandene Monographie "Die Fernsehserie als Agent des Wandels" ist nun beim Lit Verlag erschienen.
Der Band, der von Benjamin Beil, Lorenz Engell, Dominik Maeder, Jens Schröter, Herbert Schwaab und Daniela Wentz zusammen verfasst wurde, umfasst eine extensive Einleitung, die sich dem Verhältnis von Fernsehen, Modernität und seriellen Formen widmet sowie mehrere Fallstudien, die zugleich unterschiedliche Epochen und Genres televisueller Serien abdecken - etwa die Sitcom, die Agentenserie der 60er- und 70er-Jahre, die Mysteryserie der 90er-Jahre in Gestalt von Akte X, retromediale Verfahren in der Science-Fiction-Serie der 2000er-Jahre oder die transmediale Expansion gegenwärtiger Serien.
am 12.7. hält Dr. Stefan Meretz im Seminar "Marx in the Age of Digital Capitalism" von Jens Schröter (12-14 Uhr, Seminarraum I, Alte Sternwarte, Poppelsdorfer Alle 47) den Gastvortrag
Mit Marx, Commons und Internet zum Commonismus
Dr. Ing. Stefan Meretz, Dipl.-Inf., arbeitet auf dem Bereich der kritischen Gesellschafts- und Commons-Theorie und ist u.a. Mitbegründer von keimform.de und dem Commons-Institut, e.V., Bonn.
Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns sehr freuen.
Matthias Koch und Christian Köhler haben den vom Lehrstuhl ausgerichteten Workshop "Aufschreibesysteme 1985 | 2015" (11.12.2015) für H-Soz-Kult besprochen.
Die Rezension findet sich hier.
In Wien findet am 30.6. und 1.7. der erste Workshop des VW-Projekts "Die Gesellschaft nach dem Geld" statt, auf dem wir dialogisch und kontrovers unsere kollaborative Monographie zu den Diskursen, Praktiken, Potentialen und Konzepten post-monetärer Gesellschaftlichkeit eintwickeln.
In der deutschsprachigen Mediengeschichtsschreibung zeigt sich seit geraumer Zeit eine starke Tendenz hin zu Untersuchungen, die kleinere Zeiträume und eng eingegrenzte Gegenstände behandeln. Großangelegte mediengeschichtliche Darstellungen finden sich vor allem noch in für Studienanfängerinnen und -anfänger gedachten Einführungs- und Überblickswerken (bspw. Werner Faulstichs sechsbändige Mediengeschichte). Fachgeschichtlich gesehen markiert dies eine deutliche Abwendung von den vielbeschworenen Anfängen der modernen kulturwissenschaftlichen Medienhistoriografie etwa bei Harold A. Innis (Empire and Communications), Marshall McLuhan (The Gutenberg Galaxy) oder auch Friedrich Kittler (Aufschreibesysteme 1800 / 1900).
Nachdem Friedrich Kittler in Aufschreibesysteme 1800 · 1900 die Funktion von Lesefibeln zur Goethezeit untersucht hatte, legte er ein Jahr später seine eigene Lesefibel vor: Grammophon, Film, Typewriter von 1986 sollte als »richtiges Buch zum Blättern, zum Auslesen« (Kittler) in die Mediengeschichte einführen. Denn angesichts der »allgemeinen Digitalisierung von Nachrichten und Kanälen« sei mit einem baldigen Verschwinden einzelner Medien – wie des Begriffs Medium überhaupt – zu rechnen. Bloß für eine kurze Zwischenzeit gelte: »Aber noch gibt es Medien«.
Die Tagung nimmt das 30-jährige Jubiläum von Grammophon, Film, Typewriter zum Anlass, das geschichtliche Denken von Medien nach Maßgabe Kittlers und über dessen historische Arbeiten hinaus zu befragen. Welchen theoretischen und methodischen Prämissen folgte Kittlers Geschichte der technischen Medien? Und was bedeutet der mittlerweile realisierte »Medienverbund auf Digitalbasis« für mediengeschichtliche Analysen heute?
Es referieren Lorenz Engell, Paul Feigelfeld und Judith Willkomm.
Um Anmeldung wird gebeten.
http://www.medienkulturwissenschaft-bonn.de/abernochgibtesmedien/